Zuhause gegen Celtic am 18. Mai 2010

19.05.2010

Nachdem die Ruhrpottpiratten schon das Spiel der Jahrhundertelf gegen den FC United of Manchester geschwänzt hatten, war das Freundschaftsspiel gegen Celtic Glasgow natürlich Pflicht.
Abfahrt im Ruhrgebiet um 12 Uhr. Dann den obligatorischen Verschläfer einsammeln, Benzin in den Tank, Luft auf die Reifen und fünf Piratten in den Kleinwagen. Nach Augenmaß ist letzteres ein Ding der Unmöglichkeit und die Rückbank schien schon mit zwei Piratten voll belegt, irgendwie passt es dann aber doch. Die Hinfahrt dauert gefühlte Ewigkeiten, diesmal gibt’s nicht nur Pinkelpausen sondern die hinten Sitzenden müssen in regelmäßigen Abständen das Auto verlassen um einer völligen Deformierung ihrer Körper durch Platzmangel vorzubeugen. Irgendwo überholt uns ein Mietwagen mit begeistert schreienden Celtic-Supporters, die wir am nächsten Rastplatz dann wieder treffen. Scheinen nett zu sein, leider verstehen wir recht wenig von dem was sie uns erzählen. Kurz vor dem Elbtunnel stellen wir erstaunt fest, dass sich das Niveau – entgegen seinen üblichen Gepflogenheiten – noch nicht verabschiedet hat und immer noch mit an Bord ist. Kurz entschlossen versuchen wir es zu vertreiben, was trotz einiger Bemühungen nicht so richtig gelingen will.
Endlich am Stadion angekommen, setzt sich auf der Fanparty die Erfahrung vom Rastplatz fort als uns ein Schotte eine wahrscheinlich unglaublich spannende Geschichte erzählt. Laute Musik im Hintergrund und sein Akzent in Kombination mit alkoholbedingtem Lallen verhindern jedoch, dass wir seine Geschichte verstehen.
Wir verlassen die Fanparty um kurz im Jolly vorbeizuschauen und uns im Fanladen mit den frisch erschienenen Fanclubbüchern einzudecken. Auf gut Glück, schreiben wir unserer Zaunfahne eine SMS und siehe da – der Hüter der Fahne ist seinerseits auf dem Weg zum Fanladen und er bringt unser Heiligtum mit. Wider Erwarten verläuft die Übergabe ohne Komplikationen und Zwischenfälle und wir sind nun nicht nur wieder im Besitz der Zaunfahne sondern auch stolze Besitzer eines wunderschönen neuen Jutebeutels.
Allgemeine Fress-Kicks im Stadion arten beinahe in ein Wettessen aus, es ist kalt, der Block ist gut gefüllt und zur großen Freude des zuständigen Ordners machen wir es uns in der Grauzone zwischen Block und Treppe gemütlich. Allgemeines und andauerndes Gedrängel verhindert anfangs ein Verfolgen des Spiels. Es wird natürlich wild durchgewechselt und die vorher schon verabschiedeten Spieler werden einzeln vom Platz geholt und beklatscht. Die Einwechselung von Meggi in der zweiten Halbzeit verzögert sich etwas, weil unser 10er scheinbar noch in der Kabine weilt. Irgendwann im Laufe der zweiten Halbzeit fallen dann zwei Tore für die Gäste aus Schottland, eins schöner als das andere.
Nach dem Spiel entscheiden wir uns dafür direkt nach Hause zu fahren und auf das eigentlich verpflichtende Nachspiel-Bier in Hamburg zu verzichten. Das Niveau steigt kurz vor der Auffahrt auf die Autobahn wieder zu und alle gemeinsam machen wir uns auf den Weg zurück ins Ruhrgebiet wo wir auch ohne Aus- oder Zwischenfälle – Niveau, Auto und alle Mitfahrer halten durch – ankommen.

Fazit: Wir werden auch nicht jünger.

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