Spieltag 29, Auswärts bei Fortuna Düsseldorf

6.04.2010

Bei strahlendem Sonnenschein brachen die Piratten am Ostermontag auf und machten sich auf den Weg nach Düsseldorf. Erste Erfolge konnten schon im Regionalexpress verzeichnet werden: Zum wahrscheinlich ersten Mal hat niemand (!) verschlafen und das Niveau erreichte bereits irgendwo zwischen Wattenscheid und Essen einen lange nicht erlebten Tiefpunkt. Bei der Ankunft am Düsseldorfer Bahnhof und dem anschließenden Sammeln in der Smoking Area, zeigte sich schon, dass man mit großen Gruppen nur sehr, sehr langsam vorankommt. Nach diversen Pinkel- und Bierpausen konnten wir uns zum Haupteingang durchschlagen. Einige Diskussionen später, wurde dem dringenden Wunsch gewisser Piratten, in die Altstadt zu laufen, entsprochen. Weitere 10 bis 20 Minuten nach dieser Entschlussfindung waren endlich alle Mitglieder der Reisegruppe vollzählig und wir konnten zu dem vor uns liegenden Gewaltmarsch aufbrechen. Nachdem wir die Straße vor dem Hauptbahnhof überquert und ca. 20 Meter Wegstrecke hinter uns gebracht hatten, gönnten wir uns eine erste wohlverdiente Pause um die Biervorräte in einem Kiosk aufzufüllen. Einige Minuten später wurden die ersten Unmutsäußerungen darüber, nicht mit der U-Bahn gefahren zu sein, laut. Trotz diverser, unterwegs aufkeimender, Zweifel erreichten wir nach einer gefühlten Ewigkeit die Düsseldorfer Altstadt. Völlig unerwartet fanden wir in der gewählten Kneipe keinen Platz für gut 30 Leute. Also diskutierten wir noch ein wenig hin und her und zogen dann weiter zum Rhein, mit einem kleinen Abstecher zum nächstbesten Kiosk natürlich. Hier waren dann auch erste Verluste zu verzeichnen. Zwei Piratten waren irgendwie doch in der Kneipe hängengeblieben, tauchten jedoch wenig später wieder auf. Bis dahin also immer noch keine Verluste. Ein großer Erfolg für eine Truppe, die sonst spätestens am Bahnhof die ersten Vermisstenmeldungen aufgeben muß.
Zwecks Essen fassen und Bier kaufen machten wir uns einige Biere später auf den Weg in Richtung U-Bahn Station (zum Stadion wollte dann niemand mehr laufen). Offenes Bier ist natürlich in der Düsseldorfer U-Bahn verboten. Wie die Pommes-Fraktion kurz später feststellen mußte, sind auch Pommes verboten. Aus Unwissenheit über diese Regel versäumte es der betreffende Pommesesser leider, seine Pommestüte unter der Jacke an der Kontrolle vorbeizuschaffen. In der U-Bahn Station dann endlich alles wieder beim Alten. Gruppe arg dezimiert, wildes rumtelefonieren. Am Stadion das gleiche Bild, Piratten stehen nur Meter voneinander entfernt und versuchen sich per Handy zueinander zu lotsen. Erst sehr spät im Block gewesen, aber dort alle wieder vereint.
Anpiff. 20 Minuten stiller Protest gegen die fanunfreundlichen Anstoßzeiten am Montagabend. Die Düsseldorfer Fans waren immerhin für ein paar gemeinsame „Scheiß DSF“- Sprechchöre zu gebrauchen, beteiligten sich ansonsten leider nicht an der Aktion. Auch auf eigener Seite gab es leider einige Fans, die scheinbar noch nie bei einem Montagsspiel des FC St. Pauli waren und/oder nichts von dem mitbekommen was um sie herum passiert. Das Schöne an den 20 Minuten Stille ist, dass das Singen danach um so schöner ist und anders als beim Spiel in Kaiserslautern fiel auch diesmal kein Tor für den Gegner während des Countdowns zum Support. Leider fiel auch nicht, wie beim Hinspiel in Aachen, noch während des ersten „Aux armes“ ein Tor für uns. Das erste Tor fiel dann kurz nach Wiederanpfiff. Leider für Düsseldorf. An dem Spielstand konnte dann auch der eingewechselte Deniz Naki nichts ändern und auch die Hereinnahme von Richard Sukuta-Pasu und Morike Sako führte nicht zum gewünschten Erfolg.
Nach dem Spiel und diversen Sammel- und Warteaktionen dann Fußmarsch zur Tankstelle, von dort mit einer leeren U-Bahn zum Bahnhof, dort das übliche: Klo, Essen, Bier und anschließend Regionalexpress gen Ruhrgebiet.
Unsere Zaunfahne konnte auf dieser durchaus unterhaltsamen Reise leider nicht dabei sein. Der Hüter der Zaunfahne mußte sich einen Wecker stellen um am morgendlichen Piratten-Begleitprogramm teilzunehmen, stand auf, zog sich an, nahm seine Sachen (auch die Zaunfahne) und wollte gerade sein Haus verlassen, als er feststellte, dass die Uhren nicht jeden Sonntag umgestellt werden und er eine Stunde zu früh dran ist. Als betreffender Ruhrpottpiratt dann eine Stunde später erneut aufbrach, vergaß er leider unsere Zaunfahne.

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